Susi K.´s Logbuch

23.6.2011

An diesem Morgen ist es soweit! Wir beginnen unsere Reise um 2 Uhr früh mit dem Reiseziel Mildenberg, Ziegeleipark. Ohne Probleme erreichen wir diesen und hängen ab. Anschließend erkunden wir die Gegend, werden dabei 2x nass und entdecken einen Freecamper (leer) im neuen Hafen.

Danach beschließen wir zu Udos Geburtstag essen zu gehen, außerdem war an diesem Reisetag die bisherige Nahrungsaufnahme eher spärlich. Im Restaurant alter Hafen war eine geschlossene Gesellschaft angemeldet, sodass man uns wegschicken musste. Wir fanden in Zehdenick eine Pizzeria, dank Else, doch auch dort war wegen Umbau geschlossen.  Man gab uns Infos über weiter Restaurants und wir konnten auf einer Terrasse an der Havel draußen zu Abend essen, ohne nass zu werden.

Es gelang uns noch einen Schleusenvorgang zu sehen und vollgefuttert und müde fuhren wir zurück zum WW.

24.6.2011

Tochter Kim steuertEs ist 13:25 Uhr, ich muss heute Mittag mit der Zusammenfassung des Vormittags beginnen, sonst weiß ich nicht mehr alles. Die Ereignisse haben sich überschlagen.

Wir saßen beim Frühstück… Ein Mann unseres Alters wollte einen fast zugewachsenen WoWa abholen, in dem er wohl übernachtet hatte. Wir wollten mit anpacken… es stellte sich sofort heraus. Das war MARKUS FRIELINGHAUS!!!

Er lud uns ein am Vormittag in den Hafen zu kommen, denn es kommt ein Freecamper an. Machen wir. Plötzlich fuhr er auch schon auf der Havel an uns vorbei. Wir rissen die Fahrräder vom Dach und ab zum Hafen.

Es stellte sich heraus, dass die Freecamper-Familie noch ein paar Kilometer weiter gefahren ist, da sie noch Zeit hatten.

So halfen wir Markus den alten WW auf einen freien FC zu verfrachten. Er war begeistert von unseren Diensten und wir erfuhren, dass das von Hand draufschieben Premiere war. STOLZ waren wir.

Anschließend durften wir mitfahren in eine andere Box und erfuhren schon ein paar Einheiten der Motorkunde.

Da kam auch schon der angekündigte FC an und wir blieben begeistert stehen bis dieser an Land war. Dabei haben wir schon eine Menge Infos und Eindrücke bekommen. Auch die Erfahrung der Ankömmlinge hat uns viel geholfen. Udo hat sie dann mit dem Fahrrad zu unserem Campingplatz gelotst, auf dem sie bis morgen bleiben. Anschließend fuhren wir Einkaufen und um 13:00 Uhr gab es kaltes Mittagessen.

Nachmittags hat Kim zwei kleine Fische geangelt, die aber zum Essen nicht taugen. Wir haben uns in den Regenzeiten noch intensiv über unsere Seekarten für die bevorstehende Tour gemacht. Von den Münchnern bekamen wir noch gute Tipps. Abends wurde lecker gegrillt.

25.6.2011

Eigentlich fing alles ganz normal an mit Frühstück (Erstmals Rührei im Skottel).  Angeln mit Hindernissen (Schnur im Baum…).Nach einer doofen ungewürzten Kartoffelsuppe aus der Dose sind Udo und Kim mit dem Radel weg… und die kamen auch sobald nicht wieder. Sie hatten ein tolles Erlebnis mit Kanu-Vereinen, durften Bier trinken, während ich dürstete.

Während ihrer Abwesenheit habe ich mir noch mal alle Sportbootkenntnisse in Erinnerung gerufen. Zum Glück!!!

Da kam ein WoWa aus „S“, etwas älter als wir, die, so hat sich herausgestellt, bekommen ihren FC am Montag. Na, dann hatten wir unser Gespräch bis  19:45 Uhr. So haben wir um 8 zu Abend gegessen. Alle waren begeistert und so holt ein Wort das Andere. Die 2 aus „S“ werden zu unserer Verschiffung auch in den Hafen kommen und schon mal schnuppern, genau, wie auch gestern!

Zwischendrin hat Udo eine neue Bekanntschaft mit „Regine“ gemacht (der Name erinnert an die Waagenknecht), weil die genau so aussieht. Sie sind sich in einigen Themen einig. KÖSTLICH, was hier abläuft. Ich habe übrigens heute Morgen unser Beiboot aufgepumt, sieht prächtig aus. Bin auf morgen gespannt, aber cool!!

Nachtrag: „Regine“ war Bewährungshelferin und raucht „dicke Zigarren“!!! Hat vier Töchter.

26.6.2011

Susi K.´s Wohnwagen wird verladenDer „TAG“

Ach ja, heute ist es soweit!!! Gefrühstückt, Elisabeth soweit fertig reisefertig gemacht und zum Hafen spaziert. Beim abdocken eines ankommenden FC haben wir geholfen und mit „S“ gesprochen. Dann Eli geholt und ohne Pannen auf Freedolin gebracht und festgemacht.

Markus war für „ne Stulle“ reif und so konnten wir unsere geschmierten Brötchen verknusen. Dann kam der Papierkram und es ging auf die Probefahrt, halt stopp, vorher wurde die ganze Bordtechnik und der Motor erklärt. Viele Infos waren das…

Susi K. auf Probefahrt mit dem freecamperProbefahrt: Motor an, Leinen los, Rückwärtsgang, raus aus dem Hafen und auf dem Teller der Havel drehen, zurück zum Hafen und längsseits anlegen… puh, das hat Markus mir erst mal vorgemacht. Dann ich mit den gleichen Manövern, perfekt ist anders. Ich durfte trotzdem die Verantwortlichkeit unterschreiben. Dann stellten wir den Kühlschrank auf Gas um und es ging los…

BrückendurchfahrtRaus aus dem Hafen, musste ich mit starkem Rückwärtsgang mein Manöver korrigieren. Ist aber nix passiert. Auf der Havel war alles gut. Doch leider sind wir am Anleger vorbei gefahren. Na prima, was tun? Ich sagte „Drehen auf dem Teller“, es war PERFEKT! Udo hatte den Daumen hoch und dann die nächste Drehung direkt vor dem Gasthaus mit mächtig Publikum. 100 Augen  waren uns sicher. Oh man. Dann haben wir einigermaßen passabel angelegt.

Es gab Florida und Bier zur Feier des Tages. Gleich gehen wir lecker Essen, da haben wir die Liegegebühr für umme. Station „Zur Fähre“ Fahrzeit halbe Stunde.

Marina Ziegeleipark – Gasthaus zur Fähre (Burghall) = 4,5 km

27.6.2011

Abfahrt: 9:05 Uhr, Kimi hatte in der Nacht Bauchweh, wir hatten schon Bedenken, aber heute ist es besser. Wenig Schlaf für alle.

In der SchleuseDann ohne Probleme bis zur ersten Schleuse… und in der ersten Schleuse waren auch keine Probleme. Wir haben davor angelegt und gemütlich die Gebrauchsanweisung durchgelesen. Dann kamen wir auch schon: „ andere Schiffe, die Eigner wussten bestens Bescheid. So haben wir alle 4 Schleusen gemeinsam passiert, denn alle hatten dasselbe Tempo. Nach der 4. Schleuse wollten wir eigentlich einen Anleger für die Nacht ansteuern, aber die sind echt komisch ausgeschildert. Wieder dran vorbei, wie gestern. Umdrehen kam nicht in Frage, das hatten wir gestern.  So beschlossen wir gleich weiter in den Stolpsee zu fahren. So weit, so gut, doch der Sprit wurde knapp. Zum Glück kamen wir um ca. 13:30 Uhr  hier an.  Guter Schnitt, ca. 30 km in 4 ½ Stunden. Kimi war der Rudergänger, Udo der Smutje und der Kameramann, so ein fantastisches Team kann man sich nur wünschen. Auch beim Anlegen und in den Schleusen waren sie PERFEKT!!!

Im Stolpsee standen 2 Möglichkeiten zum verweilen an, was tun? Wir nahmen die Möglichkeit, die wir mit dem Fernglas erkennen konnten. Das war dann ein Motorboot-Hafen, mit einem stinkigen Hafenmeister. Hätte ich (als Frau) einen Fahrfehler gemacht, hätte der mich gelüncht. 100 pro!!!

Zum Glück hat alles geklappt, wie er befahl. Gleich haben wir Strom gelegt und Gas abgeschaltet, was auch erst mal überlegt sein will. Anschließend mit den Fahrrädern etwas Brotauflage für den nächsten Tag besorgen.  Infos im Touri-Zentrum. Kim hat noch eine Geburtstagskarte an Jana verfasst.

Unterwegs mit freedolinchenZurück an Bord sind Kim und ich mit Freedolinchen (unser Schlauchboot) rausgepaddelt um zu schwimmen. Mega-Spaß hatten wir. Udo hat lieber alles gefilmt. Kimi wollte auch mal „pullen“, sie drehte sich nur im Kreis… da kann die Alte doch was besser und beibringen. Bei der 2. Badetour klappte es mit den Rudern schon etwas besser. Heute Abend haben wir lecker auf dem Skottel gegrillt und alle haben doof geguckt.

Die Schweineboot-Fahrer sind genau noch so, wie vor 30 Jahren, Schweine eben. 0 Guten Tag, 0 Hallo, und so ein blöder Knallkopp ist mit seinem Boot raus und hat unseren Stromstecker gezogen, für den wir bezahlt haben. Komisch nur, dass sein Kabel orange ist und unseres schwarz. Was sagt man dazu???
Neid? Provokation? Hass auf Wessis? Camper, die Schiff fahren können?

Ich weiß es nicht.

Eben, als ich mit dem heutigen Logbucheintrag begonnen habe, ist Kimis Bikinihose, die hier oben zum Trocknen hängt, ins Wasser gefallen. Schnell haben wir sie mit dem Bootshaken runtergeschickt. Erst war nix, doch dann haben Udo und Kim Grundberührung gehabt und tatsächlich das Höschen herausgefischt.
Morgen wollen wir es ruhig angehen lassen. Ich werde berichten!

Burgwall – Stolpsee (Bootshaus Himmelport) = 32 km

Nachtrag: die Entgegenkommer grüßen sich immer per Handheben.

Fotografiert und gefilmt sind wir heute bestimmt 50 Mal. Ein WoWa auf einem Binnenschiff! Wie kann das denn sein???

Udo ist in der Schleuse gefragt worden, ob der WoWa uns gehört, oder ob er fest installiert ist. Nee, nee, der WoWa gehört uns!!! Gott sei Dank!!! Den geben wir auch nicht her!!!

28.6.2011

Frühstück auf dem SonnendeckStart um 9:05 Uhr, exakt eine Stunde Fahrt bis in den Schwedtsee, unterwegs kam uns ein Freecamper (auf dem Rückweg) entgegen. Wir haben gleichzeitig Fahrt rausgenommen und gewunken und Handzeichen gegeben.

Heute war, aufgrund der Wetterlage, sehr viel Wind für Camper an Bord. So habe ich das erste Anlegemanöver mit dem Wind abgebrochen und bin auf die gegenüberliegende Seite hin zum Anlegen. (Also gegen den Wind) bloppte super. Doch ich hatte schon vorgedacht… es sind zum Ablegen nur wenige Meter Spielraum sonst sitzen wir auf dem Grund, oder auf dem Kai-Holz.

Ansonsten war heute Versorgungstag. Seit letzter Woche Freitag haben wir keine Lebensmittel eingekauft, außer frischen Brötchen auf dem Campingplatz Grillmeister Udooder in jedem Hafen. Heute gab es frischen Sprudel, Sprite, Cola, Fanta, Bier und Florida, was das Herz begehrt. Dafür sind wir 3x zum Netto mit den Rad gefahren und dann: Tanken!!! Die ersten 25 Liter Super hat unser Freedolin nun gefressen, so muss für Nachschub gesorgt werden. Also alle drei Krammess zur Tankstelle mit einer Karre und einem 25-Liter-Tank. Die Tankstelle war ca. 2,5 km entfernt. Macht hin und zurück 5 km Fußmarsch. Zum Glück hat unser Alu-Wägelchen durchgehalten. Für Udo war es echt doof, er musste die ganze volle Fuhre mit den Armen runterdrücken, da die Last so schwer war. Hurra, wir leben noch!!!

Jetzt wird gegessenNachmittags gemütlich im Hafen: Heißt
–         Schwimmen mit Kim
–         Salat waschen
–         Selber duschen
–         Andere Ankommer annehmen und festmachen
–         Grillen, Tischdecken, spülen
–         Postkarten kaufen (geschrieben sind sie noch nicht)

Abendstimmung nach dem GrillenDie Atmosphäre hier im Hafen ist genau das Gegenteil von gestern -> super.

Und einen Interessenten für das Freecamper-Prinzip haben wir heute komplett an Bord gebeten und alles gezeigt. Für morgen ist wieder eine längere Strecke über 30km geplant.

Stolpsee – Schwedtsee, Stadtanleger Fürstenberg = 6,5 km

29.6.2011

Ablegt um ca. 9:30 Uhr. Wir haben unserem Anlegefreund von gestern  noch beim „Scheiße-Entsorgen“ geholfen, obwohl wir davon keine Ahnung haben. Hat trotzdem geklappt.

Dann los, die Bedingungen waren traumhaft. Susi fährt das Hafenmanöver ohne mit der Wimper zu zucken. Die noch nicht abgelegten Charterboote riefen uns zu: „Wat die Muddi macht, datt klappt!“ Danke…

Gleich nach 1km kam die erste Schleuse, wir konnten gleich durchfahren, nur als letzte: d.h. unser Freedo muss in eine Lücke von 12m und wir haben da 20cm Spiel. Der Schleusenwärter hat zu Udo gesagt, dass auch schon dööfere dagewesen sin. OK.

So schipperten wir dann durch einige Seen weiter bis zur nächsten Schleuse vor dem Ellenbogen-See. Da mussten wir ca. 1-1 ½ Stunden warten. Zu viel los und noch ein Polizeiboot, das hat natürlich Vorfahrt. Die Schleuse war sau eng, hatte aber Personal und der Schleusenwärter hat mir echt ein Kompliment gemacht: „Datt is mir ja schön und selten, datt da ne Frau am Steuer is!“ Sogleich kamen wir ins private Gespräch, er hat sich nach den Mietpreisen erkundigt und ich gab Auskunft.

Von da an locker weiter bis zum jetzigen Hafen Strasen. Da sind wir schon um 13:45 Uhr angekommen (Eigentlich wollten wir weiter, doch die Zeit war so ungewiss), so machen wir wieder ½ Tag Urlaub. Tut auch gut. Z.B. Karten schreiben usw.

Heute waren es nur 15-16 km, die wir geschippert sind, doch soll auch an Land nicht aller Tage Abend sein…
Es kamen 2 Kanuten an unserem Heck vorbei, die ganz interessiert waren am FC. Ich habe sie an Bord gebeten und alles erklärt. So verging die Zeit und alle waren etwa 1 ½ Stunden bei uns auf dem Boot. Sie selbst wohnen in Niedersachsen, arbeiten in Hessen und kennen auch Helmis Klinik, in der er heute ankam.

Fürstenberg – Strasen (Marina) = 17km

Eigentlich wollten wir Essen gehen, dann habe ich gesagt, dass ich Lust auf Kartoffeln habe. Sofort hatte ich noch 2 Crew-Mitglieder auf meiner Geschmacksbasis dabei und es gab Bauernfrühstück mit allen Kochgeräten an Bord. LECKER! Gemütlich sitzen wir um 9:30 Uhr abends an Deck.

30.6.2011

Oh weh, es gibt auch andere Seiten auf dem FC. Regen!!!

Gegen 9:30 Uhr verlassen wir den Hafen und fahren durch den großen und kleinen Pälitzsee in den Hafen „Boot und Mehr“. Das wird auch unsere Endstation sein. Ab morgen geht es rückwärts. Leider!!! Den Hafen erreichen wir nach 7km Fahrt um ca. 12:00 Uhr. Das festmachen nahm etwas Zeit in Anspruch, dann heute ist nicht nur Regen sondern auch Wind angesagt, genau von achtern. Der Hafen ist goldig, ganz viel Holzhäuschen, durchgehend warme Küche (für heute Abend anvisiert) und wir bekommen einen Fernseher in einen überdachten Wintergarten gestellt zwecks Frauen-WM – Nett sowas! Jetzt ist es 13:50 Uhr. Wir lesen ein bisschen, hören Radio. Camping eben.

Strasen – kleiner Pälitzsee (Boot und Mehr) = 7km

Blick vom freecamper-Sonnendeck in den HafenKurz nach meinem Schreiben habe ich uns als Gastlieger angemeldet. Brötchen für morgen bestellt und nach einem Briefkasten gefragt. Die Köchin nimmt die Karten selbst mit und bei der Frage nach der nächsten Tankstelle bin ich fast umgefallen: Es gibt einen Hausmeister, der auch eventuell einen Kanister hat… und siehe da, er brachte uns 20 Liter Super mit. Wenn das kein Service ist, dann weiß ich auch nicht weiter.

Wir sollten noch Pfifferlinge suchen, haben aber keine gefunden. Dafür sind 3 Paar Schuhe versaut.
Essen und Fußball war toll. Alles Crews haben sich eingefunden und so ergab sich das Bordgespräch von alleine.
Kimi ist in der Halbzeit ins Bett gehupst. Jetzt ist es 10:40 Uhr, ich sehe nix mehr. Gute Nacht und morgen, wie immer frische Brötchen.

1.7.2011

Blick auf BooteAbgelegt Richtung Heimat um ca. 9:15 Uhr in Boot und Mehr. 4 ½ Stunden Fahrzeit bis Fürstenberg und 3 Schleusen. Der Wind hat das Manövrieren echt zur Qual gemacht. Da war ich wohl etwas viel launisch sagte Udo mir dann! Tut mir leid, ich war echt angespannt. Im Hafen angekommen haben sich noch andere Bootsreisende beschwert, doch die haben so’n kleines Dingelchen unterm Po, das ist kein Vergleich!

Boot und Mehr – Fürstenberg = 20km, 3 Schleusen

Um ca. 13:45 Uhr waren wir im Hafen, ein Brötchen essen und los zum Einkaufen. Schön duschen und zwischendurch immer den Schaulustigen Bericht erstatten. Lecker gegrillt haben wir auch, denn morgen soll es regnen. Trotzdem ist eine Strecke von 11-12km geplant.

Apropos Sicherheitstag: Die erste Schleuse war heute kaputt. Auch das gibt’s. Das Boot vor uns wartete schon eine Stunde, wir dann auch noch 20 Minuten. Die sagten, dass das auch mal einen halben Tag so sein kann, oder ein ganzer! Auweia…

Heute Abend ist Bildzeitung angesagt. Und mit Kimi spielen. Nach dem Spielen sind wir im WoWa, es war uns dann draußen zu frisch.

2.7.2011

Irgendwie ging der Vormittag schnell um. Wir sind erst um 10:30 Uhr gestartet.

Fahrstrecke: Fürstenberg – Bandelow = 12km

Ja, ja, wie erwartet, es regnet. Die Fahrt durch den Stolpsee war schon an der Grenze zum Machbaren. Schaumkronen übersäten das Wasser. Mit Vorwindkurs riskieren wir die Durchfahrt. Da wenig Verkehr auf dem Wasser ist, habe ich vorsichtshalber im Hafen Bandelow wegen einem Liegeplatz angerufen. Es sind welche frei. Hier angekommen trafen wir Freederike mit Crew. Schnell angemeldet und nachgesehen, ob es morgen (so) frische Brötchen gibt. Gibt es! Super.

Der Nachmittag spielt sich „unter Deck“ ab. D.h. lesen, Laptop, Nintendo, Kaffee trinken mit Kuchen essen und Radio hören. Nicht schlimm, auf einem Campingplatz scheint die Sonne auch nicht.

Zum Abend hin etwas Handy-Stress, im Hafen ist 0 Empfang, so bin ich bei SCH-Wetter bis auf eine Pferdekoppel getürmt und zumindest Treets Bescheid zu sagen, dass wir für heute nicht erreichbar sind. Treets gibt das an alle Familienmitglieder weiter. Abendessen ganz normal und spielen z.B. Stadt, Land, Fluss. Für morgen ist die Tour bis Templin geplant, denn es gibt keinen Anleger bis dort und keinen Sprit. Hoffentlich haben wir gut gerechtnet?!?!

3.7.2011

Gestartet in Bandelow um ca. 10:00 Uhr. Scheiß Ablegemanöver und gleich in die Schleuse hat auch nicht geklappt. 2. Versuch war OK. WIND war uns nicht hold.
Dann durch 6, in Worten sechs Schleusen nach Templin. Alle mutterseelenallein betrieben (bis auf eine) nostalgische Schleuse namens Kannenburg, da war noch ein echter Seebär als Schleusenwärter. Mit allem drum und dran von Hand kurbeln. Ich meinte 2 Euro wären angemessen.

Bandelow – Templin (Stadthafen) = 30km

Zwei freecamper auf einen StreichJetzt sind wir in der Marina Stadthafen in Templin! Tolle Anlage, Sanitär, Strom, Wäsche, Trockner, bloß Geschirr spülen hat hier noch NIEMAND gekannt. Der Hafenmeister hat uns reinbeordert, wir liegen jetzt zu 3. Im Päckchen, hab ich noch nie erlebt in meinen aktiven Zeiten. Freederike von heute früh und gestern liegt neben uns, die Kinder lernen sich gerade kennen.

Pizza-Essen war toll, alles alle. Udo findet seine Brille nicht. Jetzt sitzen wir wackelnd an Deck.

4.7.1201

Heute ist Montag, Arbeitstag, wir waren nach dem leckeren Frühstück Benzin holen. Mit einem Handwagen des strengen Hafenmeisters. Egal, das Ding läuft hinterher. Noch schnell in EDEKA! Kuchen, Ravioli… besorgen. Dann nach Hause und Wäsche waschen.

Udo ist immer noch brillenbesorgt, hat sich eine Neue im Rossmann gekauft. Nachmittags waren wir durch die Stadt, zu Fuß. War toll, ich habe einen Bikini gekauft bekommen, da einer unterwegs gestorben ist. Auf dem Rückweg haben wir eine Fischerei ausgemacht. Hilfe, Hilfe, da durfte man sich den Fisch direkt aus dem Wasser aussuchen. (Wie damals in Aufo) Halia (weiß ich noch) doch ausgenommen hat der Chef den Fisch.

Einer von mehreren LieblingsplätzenHeute Abend hat er bestens geschmeckt. Udo ist noch schnell mit dem Rad losgedüst und hat Soße mitgebracht. Ich hatte inzwischen die Salzkartoffeln fertig gemacht.

So war alles OK. Wir haben 20:50 Uhr. Windstille, vielleicht ankern wir morgen. Ich werde berichten.

5.7.2011

In Templin abgelegt um ca. 10:15 Uhr. Udo war mit dem Rad noch in eine Apotheke wegen Medis gegen Mückenstiche. Ich habe alles fertig  zur Weiterfahrt gemacht. Um ca. 11:45 haben wir den Lankensee erreicht in dem wir ankern. Auch über Nacht. Zum Mittag gab es Brötchen und dann eine Überraschung.

Freederike mit Crew hat unsere Steuerbord-Heckleine gebracht. Der Hafenmeister hat sie versehentlich bei uns abgemacht. Sie kamen noch für eine gute Stunde längsseits und wir konnten quatschen. Die Kids haben gespielt und sind gepaddelt.

Wohnwagen trifft YachtNachmittags war schwimmen und Florida angesagt, abends grillen an Deck, mitten auf dem See bei Traumwetter. Wir können es kaum glauben. So was Tolles. Für morgen ist die Tour völlig offen. Das mit dem Ankern hat alle in den Bann gezogen. Das würden wir gleich nochmal machen, doch der Proviant schafft es nicht. Mal sehen…

Nachtrag: Anti Brumm ist das neue Mittel gegen Mücken. Toller Name, finden wir.

Templin – Lankensee = 10 ½ km

6.7.2011

Die Nacht auf dem See war ganz ruhig. Lediglich irgendeine Bahnlinie ist in der Nähe. Nachts hat es mächtig gepiepst und gequietscht. Eine Crew im Adamskostüm hat uns noch amüsiert, zum Frühstück gab‘s aufgetaute Brötchen und Nescaffee… naja.

Die Tour zurück zur „Fähre“ war harmlos. Wir wollten bald duschen gehen und dann essen. Ihr wisst ja, Liegegebühr für umme. Eine doofe Sache ist Udo noch passiert. Er hat sich das rechte Auge an einem ausgestellten Fenster gerammt. Zum Glück haben wir Eiswürfel. Nach einer Stunde war er wieder auf dem Damm.

Lankensee – Burgwall (Fähre) = 14km

7.7.2011

Pünktlich haben wir Freedolin abgegeben und Freederike von der letzten Woche getroffen.

Tja, das war’s für dieses Jahr mit dem FC. So tolle Tage kann uns niemand mehr nehmen, zum Glück!!! Wir wollen das Erlebte auch noch verinnerlichen, obwohl wenig Zeit ist.

Nach dem tollen Bootcamp waren wir noch eine Woche in Potsdam/Berlin zwecks Touriausflug. Kannste alles vergessen, die Leute sind pampig, unfreundlich… ohne Worte. Zumal ich ein neues Wort kreiert habe: „KINDERGARTEN-CAMPING“

D.h. ankommen, Stützen runter und Strom rein, halt wie im KIGA. Einfach, das kann jeder, doch mit dem geilen Schiff ist Camping eben eine ganz andere Sache. Wir kommen bald wieder.

Burgwall – Ziegelpark = 4 ½ km

Zusammen: 158km

> Gästebucheintrag von Susi K. und FamilieAn dieses Bild müssen sich die Yachtis wohl gewöhnen

23.6.11

An diesem Morgen ist es soweit!

Wir beginnen unsere Reise um 2 Uhr früh mit dem Reiseziel Mildenberg, Ziegeleipark.

Ohne Probleme erreichen wir diesen und hängen ab. Anschließend erkunden wir die Gegend, werden dabei 2x nass und entdecken einen Freecamper (leer) im neuen Hafen.

Danach beschließen wir zu Udos Geburtstag essen zu gehen, außerdem war an diesem Reisetag die bisherige Nahrungsaufnahme eher spärlich. Im Restaurant alter Hafen war eine geschlossene Gesellschaft angemeldet, sodass man uns wegschicken musste. Wir fanden in Zehdenick eine Pizzeria, dank Else, doch auch dort war wegen Umbau geschlossen.Man gab uns Infos über weiter Restaurants und wir konnten auf einer Terrasse an der Havel draußen zu Abend essen, ohne nass zu werden.

Es gelang uns noch einen Schleusenvorgang zu sehen und vollgefuttert und müde fuhren wir zurück zum WW.

24.6.11

Es ist 13:25 Uhr, ich muss heute Mittag mit der Zusammenfassung des Vormittags beginnen, sonst weiß ich nicht mehr alles. Die Ereignisse haben sich überschlagen.

Wir saßen beim Frühstück… Ein Mann unseres Alters wollte einen fast zugewachsenen WoWa abholen, in dem er wohl übernachtet hatte. Wir wollten mit anpacken… es stellte sich sofort heraus. Das war MARKUS FRIELINGHAUS!!!

Er lud uns ein am Vormittag in den Hafen zu kommen, denn es kommt ein Freecamper an. Machen wir. Plötzlich fuhr er auch schon auf der Havel an uns vorbei. Wir rissen die Fahrräder vom Dach und ab zum Hafen.

Es stellte sich heraus, dass die Freecamper-Familie noch ein paar Kilometer weiter gefahren ist, da sie noch Zeit hatten.

So halfen wir Markus den altenWW auf einen freien FC zu verfrachten. Er war begeistert von unseren Diensten und wir erfuhren, dass das von Hand draufschieben Premiere war. STOLZ waren wir.

Anschließend durften wir mitfahren in eine andere Box und erfuhren schon ein paar Einheiten der Motorkunde.

Da kam auch schon der angekündigte FC an und wir blieben begeistert stehen bis dieser an Land war. Dabei haben wir schon eine Menge Infos und Eindrücke bekommen. Auch die Erfahrung der Ankömmlinge hat uns viel geholfen.

Udo hat sie dann mit dem Fahrrad zu unserem Campingplatz gelotzt auf dem sie bis morgen bleiben.

Anschließend fuhren wir Einkaufen und um 13:00 Uhr gab es kaltes Mittagessen.

Nachmittags hat Kim zwei kleine Fische geangelt, die aber zum Essen nicht taugen.

Wir haben uns in den Regenzeiten noch intensiv über unsere Seekarten für die bevorstehende Tour gemacht. Von den Münchnern bekamen wir noch gute Tipps.

Abends wurde lecker gegrillt.

25.6.11

Eigentlich fing alles ganz normal an mit Frühstück (Erstmals Rührei im Skottel).Angeln mit Hindernissen (Schnur im Baum…).Nach einer doofen ungewürzten Kartoffelsuppe aus der Dose sind Udo und Kim mit dem Radel weg… und die kamen auch sobald nicht wieder. Sie hatten ein tolles Erlebnis mit Kanu-Vereinen, durften Bier trinken, während ich dürstete.

Während ihrer Abwesenheit habe ich mir noch mal alle Sportbootkenntnisse in Erinnerung gerufen. Zum Glück!!!

Da kam ein WoWa aus „S“, etwas älter als wir, die, so hat sich herausgestellt, bekommen ihren FC am Montag. Na, dann hatten wir unser Gespräch bis19:45 Uhr. So haben wir um 8 zu Abend gegessen. Alle waren begeistert und so holt ein Wort das Andere. Die 2 aus „S“ werden zu unserer Verschiffung auch in den Hafen kommen und schon mal schnuppern, genau, wie auch gestern!

Zwischendrin hat Udo eine neue Bekanntschaft mit „Regine“ gemacht (der Name erinnert an die Waagenknecht), weil die genau so aussieht.

Sie sind sich in einigen Themen einig. KÖSTLICH, was hier abläuft.

Ich habe übrigens heute Morgen unser Beiboot aufgepumt, sieht prächtig aus.

Bin auf morgen gespannt, aber cool!!

Nachtrag: „Regine“ war Bewährungshelferin und raucht „dicke Zigarren“!!!

Hat vier Töchter.

26.6.11

Der „TAG“

Ach ja, heute ist es soweit!!!

Gefrühstückt, Elisabeth soweit fertig reisefertig gemacht und zum Hafen spaziert. Beim abdocken eines ankommenden FC haben wir geholfen und mit „S“ gesprochen. Dann Eli geholt und ohne Pannen auf Freedolin gebracht und festgemacht.

Markus war für „ne Stulle“ reif und so konnten wir unsere geschmierten Brötchen verknusen. Dann kam der Papierkram und es ging auf die Probefahrt, halt stopp, vorher wurde die ganze Bordtechnik und der Motor erklärt. Viele Infos waren das…

Probefahrt: Motor an, Leinen los, Rückwärtsgang, raus aus dem Hafen und auf dem Teller der Havel drehen, zurück zum Hafen und längsseits anlegen… puh, das hat Markus mir erst mal vorgemacht. Dann ich mit den gleichen Manövern, perfekt ist anders. Ich durfte trotzdem die Verantwortlichkeit unterschreiben. Dann stellten wir den Kühlschrank auf Gas um und es ging los…

Raus aus dem Hafen, musste ich mit starkem Rückwärtsgang mein Manöver korrigieren. Ist aber nix passiert. Auf der Havel war alles gut. Doch leider sind wir am Anleger vorbei gefahren. Na prima, was tun? Ich sagte „Drehen auf dem Teller“, es war PERFEKT! Udo hatte den Daumen hoch und dann die nächste Drehung direkt vor dem Gasthaus mit mächtig Publikum. 100 Augenwaren uns sicher. Oh man. Dann haben wir einigermaßen passabel angelegt.

Es gab Florida und Bier zur Feier des Tages. Gleich gehen wir lecker Essen, da haben wir die Liegegebühr für umme. Station „Zur Fähre“ Fahrzeit halbe Stunde.

Marina Ziegeleipark – Gasthaus zur Fähre (Burghall)

= 4,5 km

27.6.11

Abfahrt: 9:05 Uhr, Kimi hatte in der Nacht Bauchweh, wir hatten schon Bedenken, aber heute ist es besser. Wenig Schlaf für alle.

Dann ohne Probleme bis zur ersten Schleuse… und in der ersten Schleuse waren auch keine Probleme. Wir haben davor angelegt und gemütlich die Gebrauchsanweisung durchgelesen. Dann kamen wir auch schon: „ andere Schiffe, die Eigner wussten bestens Bescheid. So haben wir alle 4 Schleusen gemeinsam passiert, denn alle hatten dasselbe Tempo. Nach der 4. Schleuse wollten wir eigentlich einen Anleger für die Nacht ansteuern, aber die sind echt komisch ausgeschildert. Wieder dran vorbei, wie gestern. Umdrehen kam nicht in Frage, das hatten wir gestern.So beschlossen wir gleich weiter in den Stolpsee zu fahren. So weit, so gut, doch der Sprit wurde knapp. Zum Glück kamen wir um ca. 13:30 Uhrhier an.Guter Schnitt, ca. 30 km in 4 ½ Stunden. Kimi war der Rudergänger, Udo der Smutje und der Kameramann, so ein fantastisches Team kann man sich nur wünschen. Auch beim Anlegen und in den Schleusen waren sie PERFEKT!!!

Im Stolpsee standen 2 Möglichkeiten zum verweilen an, was tun? Wir nahmen die Möglichkeit, die wir mit dem Fernglas erkennen konnten. Das war dann ein Motorboot-Hafen, mit einem stinkigen Hafenmeister. Hätte ich (als Frau) einen Fahrfehler gemacht, hätte der mich gelüncht. 100 pro!!!

Zum Glück hat alles geklappt, wie er befahl. Gleich haben wir Strom gelegt und Gas abgeschaltet, was auch erst mal überlegt sein will. Anschließend mit den Fahrrädern etwas Brotauflage für den nächsten Tag besorgen.Infos im Touri-Zentrum. Kim hat noch eine Geburtstagskarte an Jana verfasst.

Zurück an Bord sind Kim und ich mit Freedolinchen (unser Schlauchboot) rausgepaddelt um zu schwimmen. Mega-Spaß hatten wir. Udo hat lieber alles gefilmt. Kimi wollte auch mal „pullen“, sie drehte sich nur im Kreis… da kann die Alte doch was besser und beibringen. Bei der 2. Badetour klappte es mit den Rudern schon etwas besser. Heute Abend haben wir lecker auf dem Skottel gegrillt und alle haben doof geguckt.

Die Schweineboot-Fahrer sind genau noch so, wie vor 30 Jahren, Schweine eben. 0 Guten Tag, 0 Hallo, und so ein blöder Knallkopp ist mit seinem Boot raus und hat unseren Stromstecker gezogen, für den wir bezahlt haben. Komisch nur, dass sein Kabel orange ist und unseres schwarz. Was sagt man dazu???
Neid? Provokation? Hass auf Wessis? Camper, die Schiff fahren können?

Ich weiß es nicht.

Eben, als ich mit dem heutigen Logbucheintrag begonnen habe, ist Kimis Bikinihose, die hier oben zum Trocknen hängt, ins Wasser gefallen. Schnell haben wir sie mit dem Bootshaken runtergeschickt. Erst war nix, doch dann haben Udo und Kim Grundberührung gehabt und tatsächlich das Höschen herausgefischt.
Morgen wollen wir es ruhig angehen lassen.

Ich werde berichten!

Burgwall – Stolpsee (Bootshaus Himmelport)

=32 km

Nachtrag: die Entgegenkommer grüßen sich immer per Handheben.

Fotografiert und gefilmt sind wir heute bestimmt 50 Mal. Ein WoWa auf einem Binnenschiff! Wie kann das denn sein???

Udo ist in der Schleuse gefragt worden, ob der WoWa uns gehört, oder ob er fest installiert ist. Nee, nee, der WoWa gehört uns!!! Gott sei Dank!!! Den geben wir auch nicht her!!!

28.6.11

Start um 9:05 Uhr, exakt eine Stunde Fahrt bis in den Schwedtsee, unterwegs kam uns ein Freecamper (auf dem Rückweg) entgegen. Wir haben gleichzeitig Fahrt rausgenommen und gewunken und Handzeichen gegeben.

Heute war, aufgrund der Wetterlage, sehr viel Wind für Camper an Bord. So habe ich das erste Anlegemanöver mit dem Wind abgebrochen und bin auf die gegenüberliegende Seite hin zum Anlegen. (Also gegen den Wind) bloppte super. Doch ich hatte schon vorgedacht… es sind zum Ablegen nur wenige Meter Spielraum sonst sitzen wir auf dem Grund, oder auf dem Kai-Holz.

Ansonsten war heute Versorgungstag. Seit letzter Woche Freitag haben wir keine Lebensmittel eingekauft, außer frischen Brötchen auf dem Campingplatz oder in jedem Hafen. Heute gab es frischen Sprudel, Sprite, Cola, Fanta, Bier und Florida, was das Herz begehrt. Dafür sind wir 3x zum Netto mit den Rad gefahren und dann: Tanken!!! Die ersten 25 Liter Super hat unser Freedolin nun gefressen, so muss für Nachschub gesorgt werden. Also alle drei Krammes’s zur Tankstelle mit einer Karre und einem 25-Liter-Tank. Die Tankstelle war ca. 2,5 km entfernt. Macht hin und zurück 5 km Fußmarsch. Zum Glück hat unser Alu-Wägelchen durchgehalten. Für Udo war es echt doof, er musste die ganze volle Fuhre mit den Armen runterdrücken, da die Last so schwer war. Hurra, wir leben noch!!!

Nachmittags gemütlich im Hafen: Heißt

Schwimmen mit Kim

Salat waschen

Selber duschen

Andere Ankommer annehmen und festmachen

Grillen, Tischdecken, spülen

Postkarten kaufen (geschrieben sind sie noch nicht)

Die Atmosphäre hier im Hafen ist genau das Gegenteil von gestern -> super.

Und einen Interessenten für das Freecamper-Prinzip haben wir heute komplett an Bord gebeten und alles gezeigt.

Für morgen ist wieder eine längere Strecke über 30km geplant.

Stolpsee – Schwedtsee, Stadtanlasser Fürstenberg

6,5 km

29.6.11

Ablegt um ca. 9:30 Uhr. Wir haben unserem Anlegefreund von gesternnoch beim „Scheiße-Entsorgen“ geholfen, obwohl wir davon keine Ahnung haben. Hat trotzdem geklappt.

Dann los, die Bedingungen waren traumhaft. Susi fährt das Hafenmanöver ohne mit der Wimper zu zucken. Die noch nicht abgelegten Charterboote riefen uns zu: „Wat die Muddi macht, datt klappt!“ Danke…

Gleich nach 1km kam die erste Schleuse, wir konnten gleich durchfahren, nur als letzte: d.h. unser Freedo muss in eine Lücke von 12m und wir haben da 20cm Spiel. Der Schleusenwärter hat zu Udo gesagt, dass auch schon dööfere dagewesen sin. OK.

So schipperten wir dann durch einige Seen weiter bis zur nächsten Schleuse vor dem Ellenbogen-See. Da mussten wir ca. 1-1 ½ Stunden warten. Zu viel los und noch ein Polizeiboot, das hat natürlich Vorfahrt. Die Schleuse war sau eng, hatte aber Personal und der Schleusenwärter hat mir echt ein Kompliment gemacht: „Datt is mir ja schön und selten, datt da ne Frau am Steuer is!“ Sogleich kamen wir ins private Gespräch, er hat sich nach den Mietpreisen erkundigt und ich gab Auskunft.

Von da an locker weiter bis zum jetzigen Hafen Strasen. Da sind wir schon um 13:45 Uhr angekommen (Eigentlich wollten wir weiter, doch die Zeit war so ungewiss), so machen wir wieder ½ Tag Urlaub. Tut auch gut. Z.B. Karten schreiben usw.

Heute waren es nur 15-16km die wir geschippert sind, doch soll auch an Land nicht aller Tage Abend sein…

Es kamen 2 Kanuten an unserem Heck vorbei, die ganz interessiert waren am FC. Ich habe sie an Bord gebeten und alles erklärt. So verging die Zeit und alle waren etwa 1 ½ Stunden bei uns auf dem Boot. Sie selbst wohnen in Niedersachsen, arbeiten in Hessen und kennen auch Helmis Klinik, in der er heute ankam.

Fürstenberg – Strasen (Mavina)

=17km

Eigentlich wollten wir Essen gehen, dann habe ich gesagt, dass ich Lust auf Kartoffeln habe. Sofort hatte ich noch 2 Crew-Mitglieder auf meiner Geschmacksbasis dabei und es gab Bauernfrühstück mit allen Kochgeräten an Bord. LECKER! Gemütlich sitzen wir um 9:30 Uhr abends an Deck.

30.6.11

Oh weh, es gibt auch andere Seiten auf dem FC. Regen!!!

Gegen 9:30 Uhr verlassen wir den Hafen und fahren durch den großen und kleinen Pälitzsee in den Hafen „Boot und Mehr“. Das wird auch unsere Endstation sein. Ab morgen geht es rückwärts. Leider!!! Den Hafen erreichen wir nach 7km Fahrt um ca. 12:00 Uhr. Das festmachen nahm etwas Zeit in Anspruch, dann heute ist nicht nur Regen sondern auch Wind angesagt, genau von achtern. Der Hafen ist goldig, ganz viel Holzhäuschen, durchgehend warme Küche (für heute Abend anvisiert) und wir bekommen einen Fernseher in einen überdachten Wintergarten gestellt zwecks Frauen-WM – Nett sowas! Jetzt ist es 13:50 Uhr. Wir lesen ein bisschen, hören Radio. Camping eben.

Stasen – kleiner Pälitzsee (Boot und Mehr)

=7km

Kurz nach meinem Schreiben habe ich uns als Gastlieger angemeldet. Brötchen für morgen bestellt und nach einem Briefkasten gefragt. Die Köchin nimmt die Karten selbst mit und bei der Frage nach der nächsten Tankstelle bin ich fast umgefallen: Es gibt einen Hausmeister, der auch eventuell einen Kanister hat… und siehe da, er brachte uns 20 Liter Super mit. Wenn das kein Service ist, dann weiß ich auch nicht weiter.

Wir sollten noch Pfifferlinge suchen, haben aber keine gefunden. Dafür sind 3 Paar Schuhe versaut.

Essen und Fußball war toll. Alles Crews haben sich eingefunden und so ergab sich das Bordgespräch von alleine.

Kimi ist in der Halbzeit ins Bett gehupst. Jetzt ist es 10:40 Uhr, ich sehe nix mehr. Gute Nacht und morgen, wie immer frische Brötchen.

1.7.11

Abgelegt Richtung Heimat um ca. 9:15 Uhr in Boot und Mehr. 4 ½ Stunden Fahrzeit bis Fürstenberg und 3 Schleusen. Der Wind hat das Manövrieren echt zur Qual gemacht. Da war ich wohl etwas viel launisch sagte Udo mir dann! Tut mir leid, ich war echt angespannt. Im Hafen angekommen haben sich noch andere Bootsreisende beschwert, doch die haben so’n kleines Dingelchen unterm Po, das ist kein Vergleich!

Boot und Mehr – Fürstenberg

=20km, 3 Schleusen

Um ca. 13:45 Uhr waren wir im Hafen, ein Brötchen essen und los zum Einkaufen. Schön duschen und zwischendurch immer den Schaulustigen Bericht erstatten. Lecker gegrillt haben wir auch, denn morgen soll es regnen. Trotzdem ist eine Strecke von 11-12km geplant.

Apropos Sicherheitstag: Die erste Schleuse war heute kaputt. Auch das gibt’s. Das Boot vor uns wartete schon eine Stunde, wir dann auch noch 20 Minuten. Die sagten, dass das auch mal einen halben Tag so sein kann, oder ein ganzer! Auweia…

Heute Abend ist Bildzeitung angesagt. Und mit Kimi spielen. Nach dem Spielen sind wir im WoWa, es war uns dann draußen zu frisch.

2.7.11

Irgendwie ging der Vormittag schnell um. Wir sind erst um 10:30 Uhr gestartet.

Fahrstrecke: Fürstenberg – Bandelow

=12km

Ja, ja, wie erwartet, es regnet. Die Fahrt durch den Stolpsee war schon an der Grenze zum Machbaren. Schaumkronen übersäten das Wasser. Mit Vorwindkurs riskieren wir die Durchfahrt. Da wenig Verkehr auf dem Wasser ist, habe ich vorsichtshalber im Hafen Bandelow wegen einem Liegeplatz angerufen. Es sind welche frei. Hier angekommen trafen wir Freederike mit Crew. Schnell angemeldet und nachgesehen, ob es morgen (so) frische Brötchen gibt. Gibt es! Super.

Der Nachmittag spielt sich „unter Deck“ ab. D.h. lesen, Laptop, Nintendo, Kaffee trinken mit Kuchen essen und Radio hören. Nicht schlimm, auf einem Campingplatz scheint die Sonne auch nicht.

Zum Abend hin etwas Handy-Stress, im Hafen ist 0 Empfang, so bin ich bei SCH-Wetter bis auf eine Pferdekoppel getürmt und zumindest Treets Bescheid zu sagen, dass wir für heute nicht erreichbar sind. Treets gibt das an alle Familienmitglieder weiter.

Abendessen ganz normal und spielen z.B. Stadt, Land, Fluss.

Für morgen ist die Tour bis Templin geplant, denn es gibt keinen Anleger bis dort und keinen Sprit. Hoffentlich haben wir gut gerechtnet?!?!

3.7.11

Gestartet in Bandelow um ca. 10:00 Uhr. Scheiß Ablegemanöver und gleich in die Schleuse hat auch nicht geklappt. 2. Versuch war OK. WIND war uns nicht hold.

Dann durch 6, in Worten sechs Schleusen nach Templin. Alle mutterseelenallein betrieben (bis auf eine) nostalgische Schleuse namens Krannenburg, da war noch ein echter Seebär als Schleusenwärter. Mit allem drum und dran von Hand kurbeln. Ich meinte 2 Euro wären angemessen.

Bandelow – Templin (Stadthafen)

=30km

Jetzt sind wir in der Marina Stadthafen in Templin! Tolle Anlage, Sanitär, Strom, Wäsche, Trockner, bloß Geschirr spülen hat hier noch NIEMAND gekannt. Der Hafenmeister hat uns reinbeordert, wir liegen jetzt zu 3. Im Päckchen, hab ich noch nie erlebt in meinen aktiven Zeiten. Freederike von heute früh und gestern liegt neben uns, die Kinder lernen sich gerade kennen.

Pizza-Essen war toll, alles alle. Udo findet seine Brille nicht. Jetzt sitzen wir wackelnd an Deck.

4.7.11

Heute ist Montag, Arbeitstag, wir waren nach dem leckeren Frühstück Benzin holen. Mit einem Handwagen des strengen Hafenmeisters. Egal, das Ding läuft hinterher. Noch schnell in EDEKA! Kuchen, Ravioli… besorgen. Dann nach Hause und Wäsche waschen.

Udo ist immer noch brillenbesorgt, hat sich eine Neue im Rossmann gekauft. Nachmittags waren wir durch die Stadt, zu Fuß. War toll, ich habe einen Bikini gekauft bekommen, da einer unterwegs gestorben ist. Auf dem Rückweg haben wir eine Fischerei ausgemacht. Hilfe, Hilfe, da durfte man sich den Fisch direkt aus dem Wasser aussuchen. (Wie damals in Aufo) Halia (weiß ich noch) doch ausgenommen hat der Chef den Fisch.

Heute Abend hat er bestens geschmeckt. Udo ist noch schnell mit dem Rad losgedüst und hat Soße mitgebracht. Ich hatte inzwischen die Salzkartoffeln fertig gemacht.

So war alles OK. Wir haben 20:50 Uhr.

Windstille, vielleicht ankern wir morgen.

Ich werde berichten.

5.7.11

In Templin abgelegt um ca. 10:15 Uhr. Udo war mit dem Rad noch in eine Apotheke wegen Medis gegen Mückenstiche. Ich habe alles fertigzur Weiterfahrt gemacht. Um ca. 11:45 haben wir den Lankensee erreicht in dem wir ankern. Auch über Nacht. Zum Mittag gab es Brötchen und dann eine Überraschung.

Freederike mit Crew hat unsere Steuerbord-Hekleine gebracht. Der Hafenmeister hat sie versehentlich bei uns abgemacht. Sie kamen noch für eine gute Stunde längsseits und wir konnten quatschen. Die Kids haben gespielt und sind gepaddelt.

Nachmittags war schwimmen und Florida angesagt, abends grillen an Deck, mitten auf dem See bei Traumwetter. Wir können es kaum glauben. So was Tolles. Für morgen ist die Tour völlig offen. Das mit dem Ankern hat alle in den Bann gezogen. Das würden wir gleich nochmal machen, doch der Proviant schafft es nicht. Mal sehen…

Nachtrag: Anti Brumm ist das neue Mittel gegen Mücken. Toller Name, finden wir.

Templin – Lankensee

=10 ½ km

6.7.11

Die Nacht auf dem See war ganz ruhig. Lediglich irgendeine Bahnlinie ist in der Nähe. Nachts hat es mächtig gepiepst und gequietscht. Eine Crew im Adamskostüm hat uns noch amüsiert, zum Frühstück gab‘s aufgetaute Brötchen und Nescaffee… naja.

Die Tour zurück zur „Fähre“ war harmlos. Wir wollten bald duschen gehen und dann essen. Ihr wisst ja, Liegegebühr für umme. Eine doofe Sache ist Udo noch passiert. Er hat sich das rechte Auge an einem ausgestellten Fenster gerammt. Zum Glück haben wir Eiswürfel. Nach einer Stunde war er wieder auf dem Damm.

Lankensee – Burgwall (Fähre)
=14km

7.7.11

Pünktlich haben wir Freedolin abgegeben und Freederike von der letzten Woche getroffen.

Tja, das war’s für dieses Jahr mit dem FC. So tolle Tage kann uns niemand mehr nehmen, zum Glück!!! Wir wollen das Erlebte auch noch verinnerlichen, obwohl wenig Zeit ist.

Nach dem tollen Bootcamp waren wir noch eine Woche in Potsdam/Berlin zwecks Touriausflug. Kannste alles vergessen, die Leute sind pampig, unfreundlich… ohne Worte. Zumal ich ein neues Wort kreiert habe: „KINDERGARTEN-CAMPING“

D.h. ankommen, Stützen runter und Strom rein, halt wie im KIGA. Einfach, das kann jeder, doch mit dem geilen Schiff ist Camping eben eine ganz andere Sache. Wir kommen bald wieder.

Burgwall – Ziegelpark

=4 ½ km

Zusammen 158km

Reisetagebuch von Dirk S.
Susi K.´s Logbuch
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